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Problematische Zusatzstoffe

Welche Zusatzstoffe auf Zutatenlisten sind für Babys problematisch, welche unbedenklich — und wie erkennt man das ohne E-Nummern-Lexikon?

Nach dieser Lektion kannst du die sechs Gruppen (Süßstoffe, Aromen, Konservierungsstoffe, Verdickungsmittel, Phosphate, Säuerungsmittel) einordnen und Eltern Lisas Faustregel für den Supermarkt weitergeben.

etwa 12 Minuten

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Problematische Zusatzstoffe4–5 Min.Lisa
Praxisfall

Eine Mutter kauft für ihr zehn Monate altes Baby einen Kinderjoghurt aus dem normalen Kühlregal. Vorne steht „zuckerfrei“, in der Zutatenliste steht Sucralose. Sie sagt: „So bekommt sie den Geschmack, den sie mag, ganz ohne Zucker.“

Wie ordnest du das ein?

Sechs Gruppen, die du erkennen solltest

Neben Zucker und Salz gibt es eine dritte Kategorie auf Zutatenlisten: die Zusatzstoffe. Lisa sortiert sie in sechs Gruppen, ohne mit E-Nummern zu erschlagen.

Erstens Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe — Aspartam, Saccharin, Acesulfam K, Sucralose, Stevia, Erythrit, Xylit. In Babyprodukten sind sie in der EU nicht zugelassen, tauchen aber in normalen Lebensmitteln auf, die Eltern manchmal trotzdem geben: Light-Joghurts, Süßigkeiten. Für Babys und Kleinkinder sind sie nicht geeignet, weil sie den Stoffwechsel verwirren und das Geschmacksgefühl prägen.

Zweitens Aromen. In Babyprodukten erlaubt, aber ein Hinweis auf ein verarbeitetes Produkt. Wirbt ein Babymüsli mit „Apfel-Vanille-Aroma“, ist das ein künstliches oder natürliches Aroma, nicht echter Apfel und echte Vanille. Bei einem echten Lebensmittel wäre das nicht nötig.

Drittens Konservierungsstoffe wie Sorbinsäure, Benzoesäure und Sulfite, oft in Trockenfrüchten und in einigen Saucen. Für Babys empfiehlt Lisa, sie zu vermeiden, weil sie bei empfindlichen Kindern Reaktionen auslösen können.

Viertens Verdickungsmittel und Stabilisatoren wie Polyphosphate, Carrageen und Guarkernmehl. Manche sind unbedenklich wie Guarkernmehl, andere werden diskutiert wie Carrageen. Stehen auf einem Brei mehrere Verdickungsmittel, ist das ein Hinweis auf ein hochverarbeitetes Produkt.

Fünftens Phosphate — Polyphosphate, Diphosphate, Triphosphate. Sie werden zur Wasserbindung verwendet, vor allem in Wurst und Fleischprodukten, und sind für Kinder problematisch, weil sie die Aufnahme von Kalzium hemmen können.

Sechstens Säuerungsmittel und Säureregulatoren wie Zitronensäure und Apfelsäure. In der Regel unbedenklich, aber wieder ein Hinweis auf ein verarbeitetes Produkt.

Die sechs Gruppen im Überblick
GruppeNamen auf der ListeEinordnung für Babys
Süßstoffe und ZuckeraustauschstoffeAspartam, Saccharin, Acesulfam K, Sucralose, Stevia, Erythrit, XylitIn Babyprodukten nicht zugelassen; für Babys und Kleinkinder ungeeignet — Stoffwechsel und Geschmacksprägung
Aromennatürliches oder künstliches Aroma, etwa „Apfel-Vanille-Aroma“Erlaubt, aber weder echter Apfel noch echte Vanille — Hinweis auf Verarbeitung
KonservierungsstoffeSorbinsäure, Benzoesäure, SulfiteFür Babys meiden: können bei empfindlichen Kindern Reaktionen auslösen
Verdickungsmittel und StabilisatorenGuarkernmehl, Carrageen, PolyphosphateGuarkernmehl unbedenklich, Carrageen diskutiert; mehrere davon zeigen ein hochverarbeitetes Produkt
PhosphatePolyphosphate, Diphosphate, TriphosphateZur Wasserbindung in Wurst und Fleischprodukten; können die Kalziumaufnahme hemmen
Säuerungsmittel und SäureregulatorenZitronensäure, ApfelsäureIn der Regel unbedenklich, aber ein Verarbeitungshinweis
Zuordnen

Ordne die Begriffe von der Zutatenliste der passenden Einordnung zu.

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Die Faustregel statt E-Nummern-Lexikon

Lisas praktischer Tipp entlastet: Man muss die einzelnen E-Nummern nicht auswendig lernen. Ist die Zutatenliste lang, enthält sie viele Stoffe, die man nicht erkennt, oder stehen darin mehr als zwei Süßungsmittel, mehr als ein Aroma oder mehr als ein Zusatzstoff, ist das Produkt in der Regel hochverarbeitet und nicht die beste Wahl für den Alltag.

Ihre Regel für den Supermarkt hängt daran: Steht auf der Vorderseite „speziell für Babys“, dreh die Verpackung um. Hat die Zutatenliste mehr als sechs bis acht Zutaten und enthält Begriffe, die du nicht kennst, geh weiter. Es gibt fast immer eine einfachere Variante im selben Regal.

Für die Beratung ist das die entscheidende Vereinfachung. Eltern, die glauben, sie müssten Chemie lernen, hören irgendwann ganz auf hinzuschauen. Eltern, die zählen dürfen, schauen weiter hin. Und das Zählen führt fast immer zum selben Ergebnis wie das Lexikon.

Zutaten-Lab

Zutatenliste: Fertiger Milch-Getreide-Brei „Apfel-Vanille“ aus der Packung

Tippe die Zutaten an, die für ein Babyprodukt problematisch oder unnötig sind.

Zutaten antippen, dann prüfen.
Sitzt das?

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