Werkstatt: jeder Block einmal
Wie sieht jeder Block der Registry mit echten Beikost-Daten aus?
Nach dieser Lektion kannst du jeden Block-Typ erkennen, sein Verhalten prüfen und Fehler vor dem Kursinhalt finden.
etwa 12 Minuten
Der Fall vor der Regel
„Meine Schwiegermutter sagt, ab vier Monaten muss Brei her, sonst wird das Kind nicht satt. Sie hat drei Kinder großgezogen — ich weiß nicht, was ich sagen soll."
Was antwortest du der Mutter?
Die Empfehlung ist klar: Beikost ab dem vollendeten 6. Monat (WHO, DGKJ) — und nur, wenn das Kind reif ist. Manche Babys brauchen den 7. oder 8. Monat, das ist normal. Die Reife zeigt sich in diesen Dingen:
- Das Kind hält den Kopf sicher und sitzt mit Unterstützung.
- Es schiebt Essen nicht mehr reflexhaft mit der Zunge heraus.
- Es greift gezielt nach Essen und führt es zum Mund.
Was nicht zählt: Fäuste kauen, nachts aufwachen, „hungrig gucken". Das sind Entwicklungsschritte, keine Reifezeichen.
Reife prüfen
Was davon ist ein echtes Zeichen für Beikostreife? Hake an, was zählt.
Eine Mutter berichtet: „Er kaut ständig auf seinen Fäusten." Was sagt das über Beikostreife?
Der Fahrplan
Zwei Wege, ein Ziel: Familienkost
- Monat 1
Mittags-Brei
- Gemüse pur, dann Gemüse-Kartoffel
- Ab Woche 3 mit Fleisch oder Fisch
- Ein Löffel Rapsöl
- Monat 2
Abend-Brei
- Milch-Getreide-Brei
- Milch weiter nach Bedarf
- Monat 3
Nachmittags-Brei
- Getreide-Obst-Brei ohne Milch
- Stückiger werden lassen
In welcher Reihenfolge werden die Breie klassisch eingeführt?
- 1Gemüsebrei mittags
- 2Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei
- 3Milch-Getreide-Brei abends
- 4Getreide-Obst-Brei nachmittags
- Monat 5–7
Start, wenn reif
Eine Mahlzeit ersetzt Milch nach und nach.
- Monat 7–9
Zwei bis drei Mahlzeiten
Allergene einführen, Konsistenz gröber.
- Monat 10–12
Familienkost
Ohne Salz und Zucker vom Familientisch essen.
| Alter | Konsistenz | Beispiel |
|---|---|---|
| 5–6 Monate | fein püriert | Karottenbrei |
| 7–9 Monate | grob zerdrückt, weiche Stücke | Kartoffel mit Gabel zerdrückt, gedünstete Brokkoliröschen |
| 10–12 Monate | Familienkost in kleinen Stücken | Nudeln mit Gemüsesoße, weiches Brot |
Orientierungsmengen je Mahlzeit
| Mahlzeit | Menge (g) |
|---|---|
| Mittag | 20–100 |
| Milch | nach Bedarf |
Anfangs zählt das Probieren, nicht die Menge.
Allergene und Nährstoffe
Plane die Einführung: Tippe die Allergene in der Reihenfolge an, in der du sie einführen würdest.
Regeln
- Ein neues Allergen nach dem anderen, dazwischen 2–3 Tage beobachten.
- Tagsüber einführen, damit eine Reaktion nicht in die Nacht fällt.
- Einmal eingeführt, regelmäßig weiter anbieten — Vermeidung erhöht das Allergierisiko.
- Bei schwerem Ekzem oder bekannter Ei-Allergie: Erdnuss mit dem Kinderarzt abstimmen.
Welche Form passt zu welchem Allergen?
0 von 4 zugeordnet
Eisen
Die Speicher aus der Schwangerschaft leeren sich um den 6. Monat — Beikost muss Eisen liefern.
Vitamin D
Kaum über Nahrung zu decken; die Haut bildet es erst mit Sonne.
Omega-3 (DHA)
Baustein für Gehirn und Netzhaut in der schnellsten Wachstumsphase.
Jod
Für die Schilddrüse — und damit für Wachstum und Entwicklung.
Vitamin B12
Nur in tierischen Lebensmitteln — bei veganer Ernährung zwingend ergänzen.
Karte antippen — dann steht die Antwort da.
Etiketten lesen
Zutatenliste: Quetschie „Apfel-Banane" (Fertigprodukt)
Tippe an, wo hier Zucker steckt — auch wenn er nicht so heißt.
Wann zum Kinderarzt?
- Nesselsucht, Schwellung an Lippen oder Augen nach dem Essen
- Sofort ärztlich abklären; bei Atemnot Notruf 112.
- Kind verweigert über Tage jede Beikost und trinkt weniger
- Gewicht kontrollieren, Kinderarzt einbeziehen.
- Würgen wird zu Husten und Atemnot
- Erste Hilfe bei Verschlucken, Notruf — Würgen allein ist normal.
- Blut im Stuhl nach neuem Lebensmittel
- Lebensmittel absetzen, zeitnah Kinderarzt.
Häufige Fragen
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